| Bestellung | Kunsthandlung Johannes Müller |
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| Bestellnummer | S16166 |
| Sachgebiet | Fotografie - Portrait |
| Ort | Arndt Ernst (1861-1942) |
| Beschreibung | Originalfotografie (Bromsilbergelatine, links unten mit Prägestempel "Residenz Atelier Wien"). Fotopostkarte Wien um 1925, 13,3 x 8,5 cm Photography, Porträt, Schauspiel, Film Vintage Abzug.- Der Schauspieler Ernst Arndt erlernte zunächst einen kaufmännischen Beruf, eher er seine Leidenschaft für das Theater entdeckte. Nach Schauspielunterricht debütierte er beim Theater in Hamm. Schliesslich ging er 1910 ans Wiener Burgtheater, wo er viele Jahre lang auftrat und seine grössen Erfolge feiern konnte. Arndt unternahm (seit Kriegsende 1918) auch gelegentlich Abstecher zum österreichischen Film. Mit dem "Anschluss" Österreichs geriet der inzwischen 77-jährige Schauspieler mit jüdischen Wurzeln zunehmend in die Isolation. Am 10. Juli 1942 wurde Ernst Arndt mit dem Transport 30 nach Theresienstadt gebracht, danach folgte am 23. September des gleichen Jahres mit dem Transport Bq die Verlegung nach Treblinka. Dort wurde er kurz darauf umgebracht.- Regina (1875-1942) und Berthold Friedmann (1868-1937) betrieben seit 1910 das "Residenz-Atelier für moderne Photographie" im Residenzpalast in Wien I., Rotenturmstraße 20. In den 20er Jahren gehörte es zu den bekanntesten Wiener Ateliers für Gesellschafts-, Porträt- u. Modefotografie. Nach dem Tod von Berthold Friedmann im November 1937 führte Regina das Atelier als Witwenbetrieb gemeinsam mit Harry Jeidels unter dem Namen "Residenz-Atelier-Jeidels" bis März 1938 weiter. Friedmann u. Jeidels waren jüdischer Herkunft. Das Atelier wurde 1939 arisiert, Jeidels emigrierte nach Australien, Regina Friedmann wurde am 20.6.1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 23.9.1942 im KZ Treblinka ermordet (siehe "Aus Wien vertriebene/ermordete jüdische Fotografen und Fotografinnen).-# Vintage silver bromide print.- |
| Jahr | 1925 |
| Preis in Euro | 35,00 |
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