Antiquariat Kunsthandlung Johannes Mueller

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Katalog 65: Alte Drucke vor 1750
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Handschriften, Autographen Antiquariat Johannes Müller

(Söringer Anton)
Das Kirchweihfest in der Brigittenau ein Volksgedicht mit erläuternden Anmerkungen nach glaubwürdigen Quellen bearbeitet von A. S. Handschrift auf Papier (Wien 1822). 4°. 8 nn. Bll. (d.l.w.), Fadenheftung.
Wohl eigenh. Manuskript von Anton Söringer (über den wir, außer daß er in der Leopoldstadt gewohnt hat, nichts herausfinden konnten); enth. 24 Strophen zu je 8 Zeilen mit zahlr. histor. Anmerkungen im unteren Rand. Das Gedicht wurde 1822 mit etwas abweichendem Titel in Wien gesdruckt: "...Anmerkungen über den Ursprung der Capelle und des Kirchweihfestes" (siehe Gugitz, II, 11630).- Das Kirchweihfest in der Brigittenau (20. Bezirk in Wien) wurde alljährlich am vierten Sonntag nach Pfingsten in der Umgebung der Brigittakapelle gefeiert und erfreute sich, als Brigittakirtag bekannt geworden, bei der Bevölkerung größter Beliebtheit.-
(Wien, Manuskript, manuscript, Literatur)
Bestellnummer:B25470 EUR 220,00 / Bestellen

Album Amicorum
Denkmahl der Freundschaft J. Skube (Rückentitel). Das Buch der Freundschaft. Stammbuch mit 40 Einträgen, meist aus Klagenfurt, dat. 1808-15, sowie einigen Familienstandseintragungen, dat. 1817-90. Quer-8°. 72 Bll. (davon einige weiß), mit zus. 18 ganzseit. Aquarellen und Feder- und Bleistiftzeichnungen (davon 11 mont.) sowie 6 farb. Vignetten. goldgeprägter Ganzledereinband mit Rückenschildchen, Vorsätze mit Goldprägungen,
Biedermeier-Stammbuch der Klagenfurter Familie Skube (Anton Josef, Anna Maria, Caroline).- Die Mehrheit der Beiträge stammt aus Klagenfurt, wo der Eigner wohl eine Ausbildungsstätte besuchte, einzelne aus Graz, Laibach, Marburg und Wien. Nur einer der Beiträger gibt seinen Beruf an, der Grazer Apotheker Wenzl Jesberger. Wenige verraten ihre Herkunft, etwa aus Bayreuth, Friesach, Nürnberg, aus Niederösterreich, Oberösterreich oder Ungarn.- Der Eigner nutzte sein Stammbuch später für Einträge zur Geburt seiner von 1817 bis 1827 geborenen Kinder. Eine Generation später setzte einer der Schwiegersöhne diese Tradition fort; so finden sich in den Jahren von 1850 bis 1865 wiederum vier Einträge zu Geburten von Kindern, und schließlich sind für 1889 die Todesdaten von Vater und Mutter Therese, (geb. Skube 2. 9. 1889), verzeichnet. Beide ruhen in Mooskirchen bei Graz.- Hervorzuheben ist die Ausstattung des Albums mit drei qualitätvollen Gouachen mit Flußlandschaften und zwölf montierten Landschaftsaquarellen mit romantischen Motiven.- Etw. fingerfleckig.- Die Spiegel mit goldgeprägten Bordüren und Vignette.
(Manuskript, manuscript, Kärnten, Carinthia,)
Bestellnummer:B27430 EUR 1100,00 / Bestellen

Apostel Hans Erich
Komponist (1901-1972). Albumblatt mit eigenh. Notenzitat mit Text "Horch! Horch, es Flötet die Nachtigall im Gebüsch" aus "Frühe Lieder", Widmung "Mit Gruß und manchem Dank!" u. Unterschrift. (Wien) "im Sept. (19)47", 17 x 15 cm (Blattgr.)
Notenzitat aus einer Liedvertonung eines Gedichtes von Alfred Mombert (1872-1942).- Hans Erich Apostel studierte von 1916 bis 1919 Klavier, Musiktheorie und Dirigieren bei Alfred Lorenz in Karlsruhe. 1920 war er Kapellmeister und Korrepetitor am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Von 1921 bis 1925 war er Schüler von Arnold Schönberg in Wien, von 1925 bis 1935 von Alban Berg. Er ist ein Vertreter der Zweiten Wiener Schule.-
(Manuskript, manuscript, Musik, music, composer)
Bestellnummer:B27863 EUR 150,00 / Bestellen

Bleibtreu Hedwig
Schauspielerin (1868-1958). Eigenh. Brief (3 Seiten) mit Unterschrift an den Schauspieler Hermann Thimig. "Sils Maria, 26.VIII. (19)34". 8°. Doppelblatt .
Abgedruckt in "Hermann Thimig. Ein Leben in Dokumenten". Wien 1972. S.133f.- Das Jahr 1934 brachte als entscheidenden Wendepunkt im Leben und der künstlerischen Laufbahn Hermann Thimigs die Berufung an das Burgtheater in Wien. Hedwig Bleibtreu gratuliert: "Dein Eintritt in Deine neue Arbeitsstätte, die uns hoffentlich viel zusammenbringt, ... sollst Du wenigstens mit ein paar Zeilen von mir begrüsst werden,... Ich will morgen, an Deinem ersten Probetag ganz fest an Dich denken, mit allen guten Wünschen bei Dir sein. ... Was die Collegenschaft anbelangt wirst Du, wie überall als erster Schauspieler etwas angefeindet werden im Anfang. Aber auch das gibt sich mit der Zeit. Wirkliche Könner haben es nirgends leicht im Kampf mit eingesessenen Minderwertigkeiten. ... Ich hoffe am 5. Sept. wieder in Wien zu sein, damit ich wenigstens Deinem ersten Auftreten beiwohnen kann. ... Sei innigst gegrüsst... von Deiner alten Collegin und Freundin."
(Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27845 EUR 100,00 / Bestellen

Bresgen Cesar
Komponist (1913-1988). Eigenhändiges Musikmanuskript (2 S. schw. Tusche auf gedr. Notenpapier). Vorspiel aus "Totentanz nach Hans Holbein" mit Unterschrift 1948. Fol. 1Bl.
Erste Niederschrift zu einem Fugato aus dem "Totentanz nach Holbein" für 2 Klaviere.- Beigegeben ein maschingeschr. Begleitschreiben an Wilhelm Trautmann mit eigenh. Unterschrift v. C. Bresgen, dat. 30. XII. 1960.-
(Musik, music, manuscript, Musikhandschrift)
Bestellnummer:B9518 EUR 300,00 / Bestellen

Eckhardt-Gramatté Sophie-Carmen
Komponistin (1899-1974). Albumblatt mit eigenh. Notenzitat "Basset Horn Thema aus dem 1. Bläser-Quartett 1947", Widmung "Freundlichen Grüssen" u. Unterschrift (in Bleistift). "Wien 1947", 17 x 15 cm (Blattgr.)
Sophie-Carmen (Sonia) Eckhardt-Gramatté (geborene Fridman-Kotschewskaja; * 6. Januar 1899 in Moskau;   2. Dezember 1974 in Stuttgart) war eine Klavier- und Violinvirtuosin und Komponistin russischer Abstammung. 1920 heiratete sie in Berlin den Maler Walter Gramatté. Nach dessen Tod 1929 nahm sie bei Max Trapp in Berlin weiteren Kompositionsunterricht und widmete sich ab 1935 ausschließlich der Komposition.-
(Manuskript, manuscript, Musik, music, composer)
Bestellnummer:B27865 EUR 140,00 / Bestellen

Eder Helmut
Komponist (1916-2005). Eigenhändige Notenhandschrift (Bleistift auf gedrucktem Notenpapier). Auszug (10 Takte in 6 Systemen) aus dem Klavier-Quintett, Op. 97. Darunter eigenh. Widmung u. Unterschrift in Kugelschreiber. Salzburg, 22. 5. (19)92. Fol. (34,7 x 26,6 cm). Eine Seite (Dplbl.)
Geschenk für den Musikwissenschaftler Gerhard Croll (1927-2019) zum 65. Geburtstag mit Widmung: "...die ,Reinschriftí und doch ,nicht richtigí vom Klavier-Quintett, Op. 97 mit allerbesten Wünschen und zur Erinnerung dein Helmut Eder. Salzburg, 22. Mai 92".- Der österr. Komponist Helmut Eder (* 26. Dezember 1916 in Linz;   8. Februar 2005 in Salzburg) studierte unter anderem bei Carl Orff und wurde von Alban Berg, Johann Nepomuk David und György Ligeti beeinflusst. Er komponierte mehr als 130 Werke, die von Kammermusik über geistliche Musik bis zur Oper reichten.-
(Musik, Musikhandschrift, music, Manuskript, manuscript,)
Bestellnummer:B28248 EUR 200,00 / Bestellen

Eybner Richard
österreichischer Schauspieler und Operettensänger (1896-1986). Eigenh. Karte mit Unterschrift. Wien 15. Dez. 1941. Quer kl. 8°.
"Liebe gute Tante Emma! Ich darf Dich doch noch so nennen, in Gedanken an längst verflossene glückliche Zeiten."- Richard Eybler (* 17. März 1896 in St. Pölten;   20. Juni 1986 in Wien) war ein österreichischer Schauspieler und Operettensänger (Bariton).
(Musik, music, manuscript, Sänger)
Bestellnummer:B27169 EUR 40,00 / Bestellen

Franz Philipp Jacob
Quinquagena concionum in tres partes distributa. Pars I. De Nativitate. Pars II. De Resurrectione. Pars III. De Pentecoste. Waidhofen a. d. Ybbs 1684. 4°. Lateinische Handschrift auf Papier, foliert. 2 Bll., 873 S., 12 Bll., blindgepr. Schweinsldr. über Holzdeckeln d. Zt. mit 2 Messingschließen.
Sehr sauberes Manuskript barocker Predigten des Philipp Jacob Franz ("Thlgia Baccalaureum p.t. capellanum Waidhovia ad ybbsam"), Kaplan in Waidhofen a.d. Ybbs, später Pfarrer in Opponitz und in der Filiale St. Georgen am Reith.- Ebd. etw. berieben u. fleckig, sonst sehr schönes Exemplar.
(Manuskript, Theologie, manuscript,)
Bestellnummer:B24516 EUR 1200,00 / Bestellen

Friedrich Leopold
Prinz von Preußen (1865-1931). Vier Kanzleischreiben (Briefe) mit Berichten über den Einsatz von Friedrich Leopold von Preußen im Russisch-Japanischen Krieg, mit eigenh. Unterschrift von Gerd von Bülow, dat. Berlin, 17. 4. bis 12. 6. 1905, an Prinzessin Louise Sophie von Preußen (1866-1952), der Gemahlin des Prinzen. Fol. Zus. 10 S.- Jeweils Doppelblatt.
In den Kanzleischreiben, jeweils unterzeichnet von Gerd von Bülow, wird auf Wunsch der Gemahlin vertraulich über die Vorhaben des preußischen Prinzen berichtet, der auf Grund seiner der königlichen Familie unwürdigen Eskapaden von Kaiser Wilhelm II. während des Russisch-Japanischen Krieges als Berater in das Hauptquartier der russischen Armee entsandt worden war.- Im April 1905 hielt er sich noch in Peking auf, wo er sich laut einem Telegramm des Gesandten Freiherrn von Mumm "ganz behaglich fühlt", doch konnte sich der Kaiser bald über seinen "mannhaften Entschluß" freuen, durch die Mongolei zur russischen Armee zu reisen.- Prinzessin Feodora Louise Sophie Adelheid Henriette Amalie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (* 8. April 1866 in Kiel;   28. April 1952 in Bad Nauheim) war die Schwester der letzten Deutschen Kaiserin und seit 24 Juni 1889 mit dem Preußenprinzen Friedrich Leopold verheiratet.-
(Hohenzollern, manuscript)
Bestellnummer:B26181 EUR 200,00 / Bestellen

Furtwängler Wilhelm
Dirigent (1886-1954). Eigenh. Unterschrift auf der Rückseite der Visitenkarte des Geigers Paul Fischer, ca. 1930, 6 x 10 cm
Paul Fischer (geb. am 31.8.1876 in Wien,   4. 11.1942 im jüdischen Krankenhaus im zweiten Wiener Gemeindebezirk) war von 1899 bis zu seiner "Zwangsbeurlaubung" am 23.3.1938 Mitglied der Wiener Philharmoniker und von 1905-1938 als "zweiter Geiger Mitglied im weltberühmten Rosé-Quartett.-
(Musik, music, manuscript, Komponist, Dirigent, conductor)
Bestellnummer:B27822 EUR 140,00 / Bestellen

Gletscherkunde
Die Gletscher (Umschlagtitel). Anonyme Handschrift, Tinte auf Papier um 1850. 8°. 43 num. Seiten, Umschl. mit Fadenheftung.
Offensichtlich Manuskript für eine Fachpublikation ohne Hinweis eines Verfassers.- Enth. Kapitel über: Die äußere Erscheinung der Gletscher; Bildung der Gletscher; Bewegung der Gletscher; Die polirten Flächen des Gletscherbettes, Spuren ehemaliger Gletscher, erratische Blöcke.- Umschl. etw. angestaubt, sonst saubere, gut lesbare Handschrift.
(Glaziologie, Manuskript, Wissenschaft, manuscript)
Bestellnummer:B25077 EUR 140,00 / Bestellen

Haydn Joseph
Missa Solemnis in C d[ur] Mariazeller Messe pro 4tue Voce concert. 2 Violini Viola. 2 Oboi 1 Fagotto 2 Clarini et Tympani, Cello Basso et Organo. Partitura. Deutsche Musikhandschrift von J. B. Ziegler auf festem Papier. Dat. (Wien) 1831. Quer 4°. 76 nn. Bll. Mod. Lwd. mit Deckelschild.
Saubere Abschrift der Partitur von Joseph Haydns "Missa Cellensis" in C-Dur (Hob. XXII, 8), entstanden 1782.- Auf dem Titel Besitzvermerk von dem Wiener Sänger, Dirigenten und Komponisten Johann Baptist Ziegler (1805-1871; vgl. MGG XIV, 1265-67). Ziegler war zweifelsohne auch der Schreiber der gesamten Partiturabschrift.- Die Datierung am Ende des Notentextes.- Leicht gebräunt und fleckig, Überschriften tls. etw. angeschnitten.
(Manuskript, manuscript, Musik, music)
Bestellnummer:B27656 EUR 900,00 / Bestellen

Hütter Eduard
Architekt (1880-1967). Teilnachlass (Verträge, Protokolle, Schriftverkehr, Abrechnungen, etc.) den Bau des ersten Salzburger Festspielhauses (Umbau der grossen Reitschule) betreffend. Typostkripte u. Handschriften, meist Salzburg 1923-27. 4°. ca. 125 Blätter, sowie div. Briefe u. Karten, lose in OPp.-Mappe.
Nach Plänen des Architekten u. Landeskonservator für Salzburg, Eduard Hütter wurde auf dem Terrain der Großen Winterreitschule ein erstes, provisorisches Festspielhaus errichtet.- Enth. u.a.: Detailierte Darstellung der Entwicklung des Projektes, Dez. 1922 - März 1925; Technischer Bericht 13.3.1923; Kostenvoranschlag 17.11.1924; Schlussbrief u. Auftrag 31.3.1925; Sitzplatzberechnung; Zusammenstellung der Zahlungen 1.9.1924-1.4.1925; Honorarberechnung 25.6.1926; Gegenüberstellung: alter Voranschlag - Endabrechnung; Projektkosten 1924-27; Honorar- u. Verzichtserklärung 1927; Festspielhaus persönl. Erinnerungen (auch Eintrittskarten 1925, Gratulationsschreiben, etc.); Notizen zum Festspielhausbau; weiters u.a. "Polizeiverordnung über die bauliche Anlage, die innere Einrichtung und den Betrieb von Theatern". Berlin 1921 sowie div. Zeitschriften u. Zeitungsausschnitte die Salzburger Festspiele u. den Festspielhausbau betreffend 1919-1926.-
(Salzburg, Salisburgensis, Salzburger Festspiele, Manuskript, manuscript)
Bestellnummer:B27819 EUR 800,00 / Bestellen

Joseph Keilberth
Dirigent (1908-1968). Eigenh. Albumblatt mit Unterschrift (blaue Tinte) "Im Gedenken an unsern... Theo Strack verbrachten wir in seinem Haus einen reizenden Nachmittag... Dank und alle guten Wünsche! 8. 4. (19)51" (16,5 x 13 cm Blattgr.)
Joseph Keilberth (* 19. April 1908 in Karlsruhe;   20. Juli 1968 in München) war ein deutscher Konzert- und Operndirigent.- Für Käthe Strack der Ehefrau des Kammersängers Theo Strack (1881-1946).- Unterhalb Zweizeiler mit Unterschrift der Tänzerin u. Ehefrau Ingeborg Keilberth (1912-?) "Ich bin glücklich, daß ich dabei sein konnte...".- Provenienz: Nachlass Käthe Strack.
(Manuskript, manuscript, Musik, music, conductor)
Bestellnummer:B28890 EUR 120,00 / Bestellen

Kleiber Erich
österreichischer Dirigent (1890-1956). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Doppelblatt mit gedr. Briefkopf "Österreichischer Hof" Salzburg, ohne Datum "Samstag" (1935) 8°. 1 Seite
Siehe: "Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit".- Wohl an den Konzertmeister der Wiener Philharmoniker Arnold Rose (1863-1946): "Verehrter Hofrat und Meister ! Ich habe vergebens versucht, Sie persönlich zu belästigen - und bitte daher auf diesem Wege, die Freundlichkeit zu haben, mir in Bezug auf die drei beiliegenden Primgeigenstimmen für unser zweites Konzert Ihren Rat und die geneigte Durchsicht (der von mir ... eingerichteten Stimmen) nicht zu versagen. Würden sie die stimmen dann freundlichst an Hellmer weitergeben ? Herzlichst dankend und grüßend Ihr ergebenster E. Kleiber".- Erich Kleiber dirigierte am 31. Juli 1935 das 2. Orchesterkonzert mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen.- Erich Kleiber (* 5. August 1890 in Wien;   27. Januar 1956 in Zürich) studierte Philosophie und Musik in Prag. Er wurde 1923 als Nachfolger von Leo Blech an die Staatsoper in Berlin berufen, wo er 12 Jahre das deutsche Musikleben mitprägte. Neben der Pflege der Werke Beethovens und Wagners, brachte er Alban Bergs Wozzeck zur Uraufführung (1925) und Janá eks Oper Jenufa zur deutschen Erstaufführung. 1935 musste er als Verfechter der modernen Musik (Alban Berg, Ernst Krenek, Darius Milhaud und Igor Strawinsky) unter dem Druck des Hitlerregimes zurücktreten. Er emigrierte nach Kuba und später nach Argentinien (Buenos Aires). Erich Kleiber ist der Vater von Veronika und dem Dirigenten Carlos Kleiber.-
(Salzburger Festspiele, Musik, Dirigent, music, manuscript, conductor)
Bestellnummer:B27168 EUR 170,00 / Bestellen

Kont Paul
Komponist (1920-2000). Albumblatt mit eigenh. Notenzitat aus "Wiegenlied für Margarethe" sowie mehrz. Widmung und Unterschrift. (Wien) "9.7.(19)48", 17 x 15 cm (Blattgr.)
"Wer weiß, was meine Schritte immer wieder zur U. E. lenkt? Reizende Konzertsekretärinnen sollen eine seltsame Anziehungskraft besitzen!" - Paul Kont (* 19. August 1920 in Wien;   26. Dezember 2000 ebenda) war ein österreichischer Komponist. Er entwickelte eine eigene Tonalität ("Dritte Tonalität"). Von 1980 bis 1986 war Paul Kont Professor an der Akademie für Musik und darstellende Kunst.
(Manuskript, manuscript, Musik, music, composer)
Bestellnummer:B27862 EUR 120,00 / Bestellen

Krips Josef
Dirigent (1902-1974). 5. Abonnementkonzert der Münchner Philharmoniker. Leitung Josef Krips. Programmheft (Symphonie Nr. 7 A-Dur u. Nr. 8 F-Dur) München 1970. 6 Bll., OUmschl.- Am hint. Umschl. innen mit eigenh. Widmung des Dirigenten "Für Käthe herzlichst Josef".-
Widmung an die Frau des Kammersängers Theo Strack (1881-1946) Käthe Strack.- Josef Alois Krips (* 8. April 1902 in Wien;   13. Oktober 1974 in Genf) war der damals jüngste Generalmusikdirektor Deutschlands. Er dirigierte u.a. den Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen 1935. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 kehrte er als Dirigent nach Wien zurück, erhielt aber auch hier nach dem Anschluss, wegen der jüdischen Herkunft seines Vaters Berufsverbot. Nach dem Krieg war Krips der einzige österreichische Dirigent, der als unbelastet galt und sofort wieder arbeiten durfte. So wurde Krips zu einem der meistgefragten Dirigenten. Er war der Erste, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Wiener Philharmoniker leitete, und dirigierte bei den ersten Salzburger Festspielen der Nachkriegszeit.-
(Manuskript, manuscript, Musik, music, conductor)
Bestellnummer:B29645 EUR 60,00 / Bestellen

Luise Margarete
Prinzessin von Preußen durch Heirat Duchess of Connaught (1860-1917). 8 eigenh. Briefe (5 auf persönlichem Briefpapier mit geprägtem Briefkopf) zus. 29 Seiten mit Unterschrift an ihre Schwägerin Louise Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg. 15 Juni 1890 - 5. August 1892, jew. Doppelblatt.
Prinzessin Luise Margarete Alexandra Viktoria Agnes von Preußen VA (* 25. Juli 1860 in Potsdam;   14. März 1917 in Clarence House), durch ihre Heirat am 13. März 1879 mit Prinz Arthur, Duke of Connaught and Strathearn Mitglied der britischen Königsfamilie.- Persönliche Mitteilungen an die Schwägerin Louise Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1866-1952), der Schwester der Kaiserin, die mit Friedrich Leopold von Preußen verheiratet war.- Enthalten sind Glückwünsche zur Geburt der Tochter Viktoria Margarete, gesendet vom Stillen Ozean an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Abyssinia", Dank für ein Geburtstagsgeschenk oder die Gastfreundschaft bei einem längeren Aufenthalt und Empfehlungen für die Besserung der Gesundheit des Gemahls etwa durch "stärkende Biscuits" oder einen Fleischextrakt.- Luise Margarete, Prinzessin von Preußen, war seit ihrer Heirat 1879 mit Prinz Arthur, Duke of Connaught and Strathearn, Mitglied der britischen Königsfamilie.- Mit Faltspuren, 1 Brief mit Eckabriß.-
(Hohenzollern, manuscript)
Bestellnummer:B26185 EUR 200,00 / Bestellen

Orlik Emil
Graphiker und Maler (1870-1932). Einladung zur Besichtigung einer graphischen Ausstellung. Neue Kunsthandlung Tauentzienstr. 6 [Berlin]... von 15. Mai - 30 Juni 1919. Illustrierte Einladungskarte (Strichätzung) seitlich mit eigenh. Widmung u. Unterschrift: "Mit bestem Gruß Orlik" 16,5 x 10 cm
Von Orlik in Schreibschrift gestaltet mit einer kl. Zeichnung eines Segelschiffes.- Seitlich gelocht.
(Manuskript, manuscript,)
Bestellnummer:B27859 EUR 180,00 / Bestellen

Raab Julius
Politiker (1891-1964). Maschinbrief mit Unterschrift, 1 Seite, in-4°, Wien, 9. Februar 1955, Briefkopf "Republik Österreich. Der Bundeskanzler" an Richard Stanislaus McCaffery Jr (1902-1988) "Chief of US Operations Mission to Austria": "Sehr geehrter Herr Minister! Ich bestätige dankend den erhalt Ihrer Note vom 26.I.1955 ... daß der Ministerrat in seiner Sitzung ... beschloßen hat, eine Studie im sinne Ihrer Anregung durchzuführen ... "
Julius Raab (* 29. November 1891 in St. Pölten, Niederösterreich;   8. Jänner 1964 in Wien) war von 1953-1961 Bundeskanzler der Republik. Er wurde als "Staatsvertragskanzler" bekannt.- Oben gelocht u. mit kl. Randausriß.
(Manuskript, manuscript,)
Bestellnummer:B29639 EUR 80,00 / Bestellen

Radrennen
Programm für das Radfahrer-Fest zu Melk a/d Donau am 14. (bzw.) am 15. August 1887. Handschrift, Tusche auf Papier, 2 1/2 S. auf Dplbl. Fol.- Beiliegt: Croquis für das Strassenrennen beim Radfahrerfest zu Melk. Lithogr. Karte mit handkolor. Streckenverlauf (15 x 20,5 cm)
Seltenes Dokument des ersten (?) Radrennens in Niederösterreich (die ersten Radrennen in Österreich wurden 1884 vom Wiener Bicycle-Klub durchgeführt).- Detailiertes Programm des vom "Bicycle Club St. Pölten" veranstalteten Radfahrerfestes, u.a. mit Versammlung der Radfahrer in St. Pölten, Corsofahrt u. Gala-Auffahrt in Melk. Höhepunkt der Veranstaltung war aber das Strassenrennen, welches in 3 versch. Längen u. Strassenverläufen für "Bicycle u. Tandem" durchgeführt wurde. Das Rennen war offen für alle Mitglieder von "Amateur Radfahrer Clubs"; die Sieger erhielten Ehrenpreise. Start war für die "Concurrenz A. alter Landungsplatz in Melk" für B. Friedhof St. Pölten u. C. Bahnhof Wilhelmsburg. Ziel für alle Konkurrenzen war am "Fuße des Hopfenbühel bei Melk".- Mit der dazugehörigen Karte gut illustriert.
(Manuskript, manuscript, Fahrrad)
Bestellnummer:B29768 EUR 240,00 / Bestellen

Reinhardt Edmund
Theatermanager (1875-1929). Eigenh. Brief (1 Seite) mit Unterschrift auf Doppelblatt mit gedr. Briefkopf "Deutsches Theater zu Berlin" an den Schauspieler Hermann Thimig. "Berlin, den 22. Dezemb. 1912". 8°. 1 Bl.
Siehe "Hermann Thimig. Ein Leben in Dokumenten". Wien 1972. S.31f.: "Max Reinhardt hatte seinen Regisseur Felix Holländer nach Meiningen gesandt, um ihn ... zu engagieren".- Vorliegend die Bestätigung zum ersten Engagement bei Max Reinhard in Berlin: "Sehr geehrter Herr! Einliegend übersenden wir Ihnen den von uns unterfertigten ... Gegenvertrag und erachten somit Ihr Engagement als perfekt." - Edmund Reinhardt (urspr. Goldmann), Sohn eines jüdischen Kaufmanns, wuchs in Wien auf. Der von schweren Depressionen geplagte Edmund wurde 1901 enger Mitarbeiter seines ältesten Bruders, Max Reinhardt (1873-1943), dessen Theaterunternehmungen er seither in Berlin managte.
(Max Reinhardt, Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27833 EUR 150,00 / Bestellen

Reinhardt Max
Regisseur (1873-1943). Eigenh. Telegramm mit Unterschrift (Bleistift, 9 Zeilen) an Hermann Thimig (1890-1982). Telegraphie des Deutschen Reichs. Berlin 25.6.1919. Quer 4°. 1 Bl.
Gratuliert seinem späteren Schwager Hermann Thimig zu seiner Hochzeit mit Hanna Wisser: "Erlauben Sie mir Ihnen und Ihrer lieben Frau zu gratulieren. Ich wünsche Ihnen die kostbare Vereinigung häuslichen und künstlerischen Glücks die so selten ist deren Wurzel sie sicher in Ihrem Wesen tragen ... das Sie ... mit meiner unbedingten Freundschaft rechnen Ihr Max Reinhardt".- Gelocht, mit Einriß u. Randläsuren.
(Autographen, manuscript, Salzburger Festspiele)
Bestellnummer:B27815 EUR 350,00 / Bestellen

Schiske Karl
Komponist (1916-1969). Albumblatt mit eigenh. Notenzitat "Aus dem 1. Satz meiner 2. Symphonie op. 26", Widmung "Herzlichst" u. Unterschrift. (Wien 1948), 17 x 15 cm (Blattgr.)
Karl Hubert Rudolf Schiske (* 12. Februar 1916 in Gy r;   16. Juni 1969 in Wien) erhielt ab 1932 bei Ernst Kanitz, einem Schüler Franz Schrekers, Kompositionsunterricht.
(Manuskript, manuscript, Musik, music, composer)
Bestellnummer:B27866 EUR 100,00 / Bestellen

Seidler Alma
Schauspielerin (1889-1977). Eigenh. Brief (2 1/2 Seiten) mit Unterschrift an den Schauspieler Hermann Thimig. "Wien, 1. V.1941". Gr. 8°. Doppelblatt.
Bittet Thimig ihn mit Fürstin Hohenberg bekannt machen zu dürfen:"Verzeihen Sie, wenn ich heute mit einer großen Bitte, die Ihnen vielleicht recht lästig ist, zu Ihnen komme. Die junge Fürstin Hohenberg ist auf kurze Zeit in Wien und hat sich so sehr gewünscht Sie und Ihre Frau Gemahlin kennen zu lernen. ... am 3. Mai vielleicht Zeit und auch ein bisserl Lust hätten den Tee bei mir zu nehmen,... Ich hole mir morgen in ,Lumpacií eine antwort von Ihnen ... Bitte nicht bös sein und herzlichste Grüße."- Gelocht.
(Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27848 EUR 60,00 / Bestellen

Steinhausen Wilhelm
Maler und Lithograph (1846-1924). Eigenh. Widmung mit Unterschrift auf einem Doppelbl. mit lithogr. Illustration. Dat. Frankfurt a. M., 7. 3. 1908. 15 x 11,2 cm (halbe Seite). Montiert in eine deutsche Handschrift auf Papier mit einer Huldigung an Steinhausen: "Wilhelm Steinhausen. Ein Freund und Helfer seines Volkes" (von Gerhard Diel). O. O., dat. 19. Mai 1908. 85 nn. Bll. Lwd. d. Zt. mit Blindpr. und goldgepr. Deckeltit. "19. Mai 1908".
Interessantes Ensemble: Ein Gerhard Diel schenkt seiner Mutter, einer großen Verehrerin der Kunst Wilhelm Steinhausens, zu ihrem 50. Geburtstag eine von ihm selbst verfaßte und niedergeschriebene Monographie über den Künstler, ohne wissenschaftlichen Anspruch zwar, aber gewiß ein aufschlußreiches Zeugnis der Rezeption und teils großen, enthusiastischen Verehrung des Künstlers in seiner Zeit. Um dem Ganzen noch ein authentisches Zeugnis Steinhausens beizugeben, hatte der Sohn bei ihm um ein Autograph angefragt, das Steinhausen Diel auch zukommen ließ: "Der unbekannten Verehrerin meiner Kunst widmet dieses Blatt, um das Ihr Sohn Gerhard Diel mich so herzlich bittet, W. Steinhausen". Gegenüber der Widmung die Lithographie nach einer bekannten Christus-Darstellung Steinhausens.- Stellenw. leicht fleckig, gering gebräunt, Ebd. etw. berieben und bestoßen.
(Manuskript, manuscript, Maler)
Bestellnummer:B27828 EUR 220,00 / Bestellen

Strauss Richard
Komponist (1864-1949). Eigenh. Albumblatt mit Unterschrift (Bleistift) "Dem ausgezeichneten Baron, Kaiser, Herodes dankbar ergeben Karlsruhe 28. 9. (19)31" (16,5 x 13 cm Blattgr.)
Für den Kammersänger Theo Strack (1881-1946) der in Karlsruhe in den Strauss-Opern "Intermezzo" den Baron Lummer, in "Die Frau ohne Schatten" den Kaiser und in "Salome" den Herodes sang.- Provenienz: Nachlass Käthe Strack.
(Musik, music, manuscript, Komponist, Dirigent, composer)
Bestellnummer:B28889 EUR 350,00 / Bestellen

Thimig Hans
Schauspieler (1900-1991). Sammlung von 5 eigenh. Briefen (18 Seiten) mit Unterschrift "Hans" an seine Eltern Fanny u. Hugo Thimig. Budapest, Prag, Salzburg u. Berlin, 4.3. bis 28.12. 1938. 10 Bll. 8°- 4°.
Aus Prag: "22.III. (19)38. Geliebte Eltern! Dank 1000 mal für das Brieflein! Bin seelig eine Nachricht von Euch direkt zu haben.... Wie lange die Tournee noch geht, weiß ich nicht. ... Heute habe ich von Leni [Helene Thimig] ein Telegramm, wo sie in Aussicht stellt im April nach Wien zu kommen... Beruhigend ist auch daß endlich Festspiele u. Schule in Los Angeles gesichert sind".- Aus Salzburg Juli 1938: "Solang man zu essen hat, ein Dach überm Kopf hat, niemand in der Familie eingesperrt ist... muß man sehr, sehr froh sein. ... Morgen beginnen die Feste! (Göbbels etc.)".- Sowie 6seitiger innhaltsreicher Brief aus Berlin: "28. Dez. (19)38. Das waren Tage des tollsten Wirbels ! Das Ärgst ist nun vorbei, obwohl ich mit täglichen Proben u. Vorstellungen reichlich mit Arbeit versorgt bin. ... Mein heiliger Abend - der im Kreise der Kollegen sehr nett begann - wurde im Laufe der Nacht etwas unheilig... Mich selbst fand ich um 1/2 6h früh in einer Verbrecherkneipe am Bahnhof Friedrichstraße !!" weiter über ein Telegramm Helene Thimigs: "Nach anfänglichen Unstimmigkeiten war die Regiearbeit zuletzt vollkommen glücklich und sie findet daß R!s Regie ein unfaßliches Wunder ist. ... Zum Abschluß noch rasch eine kleine Schnurre,... Ich glaube meine Regietätigkeit wird hier in Berlin ihr Ende gefunden haben, weil alle sehr böse sein werden. Denn es schreibt ein Zeitung, daß die Berliner Schauspieler und Regisseure an dieser Vorstellung lernen soll, wie man wirklich Theater spielt."
(Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27857 EUR 250,00 / Bestellen

Thimig Helene verheiratete Thimig-Reinhardt
österreichische Schauspielerin (1889-1974). Eigenh. Brief (6 Seiten) mit Unterschrift "Leni" an ihren Bruder Hans Thimig. Hollywood 3.8.1936. 4°. 3 Bll., schwarze Tinte auf leicht gebräuntem Briefpapier.
Inhaltsreicher Brief über zwei geplante Theaterprojekte: "Lieber Hans, ich freue mich natürlich riesig, wenn Ihr das ,Boy Meets Girlí schon jetzt herausbringt. Denn gut aufgeführt muss es ein Erfolg sein. wegen der Übersetzung bin ich... besorgt. ... Nur um Gotteswillen dulde keinerlei ,Bearbeitungí! Wende Dich energisch gegen diesen blöden europäischen Ehrgeiz ... es ist in seinem bescheidenen Rahmen absolut ein kleines Meisterwerk... wenn Du mich ein paar Worte über die Aufführung sagen lassen willst: die Stilisierung besteht nur in dem ungeheuren Tempo in dem das ganze ablaufen muss! ... Sehr wichtig ist, daß die Aktschlüsse... ohne Zwischenpausen überleiten... Ich habe mit den beiden Dichtern [Bella u. Sam Spewack] gespr. die sehr nett waren und Dich kennen! ... Ich schicke Dir sobald die Unterschriften auch von d. Spewaks da sind... einen Vetrag. ... Du solltest auch unterschreiben damit das auf Deinen Namen geht... denn wenn meiner auftauchen würde, so denkt man gleich R steht dahinter. ... Was soll ich mit 3 Men on a horse machen! ... Im Falle Du od. die Josefstadt nicht könnte - so wäre es für Hermann nat. auch eine Rolle. ... Da alles gemeinsame Überlegen zu lange dauert... werde ich alleine die Verantwortung tragen müssen! ... Blos: lerne weiter Englisch! ... es gibt hier einfach keinen Schauspieler wie Dich ... Wir haben ein Haus das zum Hübschesten gehört das man sehen kann. ... Man muss sich wirklich immer erst wieder an diese Schönheit etwas gewöhnen - bis das Heimweh kommt."- Provenienz: Nachlaß Hans Thimig.
(Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27817 EUR 420,00 / Bestellen

Thimig Helene verheiratete Thimig-Reinhardt
österreichische Schauspielerin (1889-1974). Eigenh. Brief mit Unterschrift an den Generalkonsul Herbert Diel in Großgmain 2. 8. 1950. 8°. 1 Seite (mit eh. adr. Kuvert)
St. Jakob a/ Thurn 2. Aug. 1950 "Zu Ihrer Vermählung beglückwünsche ich Sie allerherzlichst. Ich hoffe Sie bei bester Gesundheit und würde mich freuen Ihnen gelegentlich wieder zu begegnen. Bitte empfehlen Sie mich Ihrer Frau Gemahlin und seinen Sie besten gegrüßt von Ihrer Helene Thimig-Reinhardt"
(Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B22050 EUR 35,00 / Bestellen

Thimig Helene verheiratete Thimig-Reinhardt
österreichische Schauspielerin (1889-1974). Eigenh. Manuskript (6 Seiten) einer "Vorbemerkung" zum Buch: Max Reinhardt. "Ausgewählte Briefe, Reden, Schriften und Szenen aus Regiebüchern". Wien 1963. 4°. 6 Bll., blauer Kugelschreiber auf transparentem Luftpost-Briefpapier mit aufgedruckten Namenszug "Helene Thimig" oben links.
Mit zahlreiche Korrekturen nach mehrmaliger Überarbeitung mit Kugelschreibern und Bleistift.- Authentisches Dokument, das die Empathie und Begeisterung der langjährigen beruflichen und privaten Weggefährtin widerspiegelt. "Ich bin 26 Jahre Max Reinhardt Gefährtin u. Berufsgenossin gewesen und heute 20 Jahre nach seinem Tod wird es mir vergönnt ihm selbst zu Worte kommen zu sehen. ... Max Reinhardts Geheimnis war in Wahrheit keines. Er war von jedem spürbar und erkennbar, der ihm unbefangen begegnete: man wurde aufgenommen und geliebt. ... Der Schauspieler, mehr als jeder Andere aber, steht und fällt beruflich - mit der Liebe... Max Reinhardts Künstlertum, seine Bewußtheit, rein artistisch gesehen bestand vor allem darin das zu erkennen... Er hasste naturalistische Details - wie auch im Leben das rein Bürgerliche. ... Eines seiner Lieblingsworte war es: ,ich wünsche mir nicht zu fliegen - sondern nur wenige Centimeter über dem Boden zu gleitení. Zur Vollendung im Kunstwerk müsste noch die Unvollendung kommen."-
(Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27824 EUR 500,00 / Bestellen

Thimig Hugo
Schauspieler (1854-1944). Eigenh. Brief (3 1/2 Seiten) mit Unterschrift an den italienischen Gesandten in Wien. "Wien, November 1936" Gr. 4°. Doppelblatt.
Hugo Thimig bittet "um allergnädige Königliche und Kaiserliche Ordens Auszeichnung für seinen Sohn Hermann Thimig" und begründet sein Gesuch ausführlich: "Nunmehr ist in meinem Sohn Hermann Thimig der deutschen Schauspielkunst ein Darsteller erwachsen, dem es vergönnt ist, viel... kulturell Nachhaltiges für den Namen Carlo Goldoni in deutscher Sprache zu leisten. Mit seinem Truffaldino in ,Il Servo di due Padronií hat Hermann Thimig seit 1920 bei zahllosen Gastspiel-Tournen, man kann es ohne Übertreibung sagen, die Welt für Goldoni neu begeistert ... Aber noch höher einzuschätzen für die kulturelle Tragweite ... ist seine deutschsprachige Wiederbelebung der literarisch noch bedeutsamen Werke des unsterblichen Theaterdichters. ... Ich stehe im 83. Lebensjahr. Ich bitte Euer Excellenz ganz herzlich, es mich noch erleben zu lassen".- Mehrf. gelocht.- Beiliegt: Empfangsbestätigung mit eigenh. Vermerk v. Hermann Thimig: "Anfang Dezember 1938 wurde mir von einem Boten der italienischen Botschaft der Orden mit Dekret im Burgtheater übergeben."
(Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27836 EUR 140,00 / Bestellen

Walter Bruno
Dirigent u. Komponist (1876-1962). Eigenh. Brief (1 Seite)mit gedr. Briefkopf u. Unterschrift an den Schauspieler Hermann Thimig. "Wien, 1.11.1937". 4°.
Abgedruckt in "Hermann Thimig. Ein Leben in Dokumenten". Wien 1972. S.152.- Zu einer Vorstellung von "Die Thompson Brothers" von Serck Roggers: "Ich muss Ihnen mit zwei Worten für Ihre herrliche Umsetzung von gestern abend danken. Welche Meisterschaft! So schöne, menschliche Wärme, Einfachheit, Echtheit spüre ich bei höchster Virtuosität des Könnens... beglückwünsche sie zu Leistung und Erfolg aufs wärmste."- Gelocht, kl. Faltungseinriß.
(Manuskript, manuscript, Musik, Dirigent, music, conductor)
Bestellnummer:B27834 EUR 120,00 / Bestellen

Wiesenthal Grete
Tänzerin u. Choreografin (1885-1970). Eigenh. Brief (1 Seite) an den Schauspieler Hermann Thimig. "Wien 26. Februar 1946". 4°.
Über Goldoni`s "Der Diener zweier Herren" aufgeführt bei den Salzburger Festspielen 1946 in der Regie v. Hermann Thimig und mit der Choreographie v. Grete Wiesenthal: "Das Buch habe ich bereits erhalten und gelesen - kann aber nichts weiter tun bevor ich nicht die Musik habe. ... Fräulein Kurzbauer wurde bereits zu der Kostümprobe gerufen - all das ist verfrüht - ich brauche die Musik."- Grete Wiesenthal tanzte und spielte 1928 bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele in Billingers Stück Perchtenspiel durch die Exl-Bühne in der Rolle der schönen Perchtin. Von 1930 bis 1959 war sie choreografische Mitarbeiterin der Salzburger Festspiele.- Gelocht, etw. knittrig, tls. leicht ausgebliechen.
(Manuskript, manuscript, Tanz, Ballett, dance)
Bestellnummer:B27849 EUR 160,00 / Bestellen

Wildgans Friedrich
Komponist (1913-1965). Albumblatt mit eigenh. Notenzitat, Widmung "Zur freundlichen Erinnerung" u. Unterschrift. "Wien, 16. IX. 1947", 17 x 15 cm (Blattgr.)
Friedrich Wildgans (* 5. Juni 1913 in Wien;   7. November 1965 in Mödling) war ein österreichischer Komponist und Klarinettist. Seine Arbeiten tragen den Einfluss von Paul Hindemith, Igor Strawinsky und der Gruppe Les Six.
(Manuskript, manuscript, Musik, music, composer)
Bestellnummer:B27864 EUR 90,00 / Bestellen

Zuckmayer Carl
Schriftsteller (1896-1977). Fotokopie eines Briefes (3 Seiten) an Helene Thimig. Saas-Fee 3. Oktober 1973. 4°.- Beiliegt: Derselbe, Fotokopie eines Typoskriptes (4 Seiten) seiner Rezension des Buches v. Helene Thimig-Reinhardt, "Wie Reinhardt lebte" erschienen in "Die Zeit" Oktober 1973. 4°.
Helene Thimig veröffentlichte 1973 ihre Erinnerungen an Max Reinhardt unter dem Titel "Wie Max Reinhardt lebte".- Zuckmayer schreibt ihr dazu: "... ich habe noch nicht die Worte gefunden, um Ihnen zu sagen, wie sehr, wie tief Ihr Buch uns beide, meine Frau und mich, beeindruckt, ja überwältigt hat.... Die ersten zwei Kapitel haben mich entzückt, durch ihre absolute Wahrhaftigkeit, Echtheit, und durch die Sicherheit und Grazie Ihres Vortrags.... Dann hebt sich die Gestalt Max Reinhardts immer plastischer heraus, in seiner Grösse, in seiner künstlerischen Passion, in seiner menschlichen Polarität... Vollends zur erschütternden Tragödie wird Ihr Buch für uns in den letzten Amerika-Jahren, - einer Zeit, die wir so gut kennen. ... Das Buch ist unvergleichlich und soll mit nichts anderem, was über Reinhardt publiziert worden ist, vergliechen werden.- Und in seiner Besprechung weiter: "Denn sie war, von der ersten Begegnung bis zum Ende, nicht nur die einzige, grosse und dauernde Liebe seines Lebens, sondern ganz und gar seine Gefährtin... und sie war immer, ob mit oder ohne Standesamt, seine legitime Frau.- ... Ein stetes Ringen mit dem Engel, seiner eigenen künstlerischen Begnadung, ... Pygmalion gleich, möchte er Leben erschaffen, wo doch nur ein Abbild, Anglanz, erreichbar ist.... nur ein einziger Mensch, Helene Thimig, hat all das mit ihm durch alle Lebens- und Arbeitsphasen geteilt."
(Helene Thimig, Max Reinhardt, Manuskript, manuscript, Schauspiel)
Bestellnummer:B27823 EUR 100,00 / Bestellen


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